1. Deutsch-Chinesische M&A Konferenz

Rückschau

Deutsch-Chinesische M&A Konferenz in Duisburg

Eine Plattform zur Weiterentwicklung der Deutsch-Chinesischen Zusammenarbeit!

Am 16. und 17. Oktober war es soweit: Die 1. Deutsch-Chinesische M&A-Konferenz fand in der Haniel- Akademie in Duisburg statt. Veranstalter war der Bundesverband Mergers & Acquisitions gem.e.V., unterstützt von den Sponsoren Brost-Stiftung, Ashurst und Deloitte. Rund 180 registrierte Teilnehmer hatten an zwei Tagen die Möglichkeit, Politikern aus Europa, Deutschland und der Region sowie Kompetenzträgern aus Unternehmen und Beratungshäusern aus Deutschland, USA und China bei deren Ausführungen zum Stand der deutsch-chinesischen Zusammenarbeit zuzuhören und mit ihnen deren Perspektiven zu diskutieren.

Ob zu den aktuellen Beispielen deutsch-chinesischer M&A- Aktivitäten oder zu rechtlichen Hürden bei M&A und deren Bewältigung, ob zur Neuen Seidenstraße und deren Stand oder zu neuen Fertigungskonzepten durch Digitalisierung. Das breit gefächerte Portfolio an Themen konnte den Kongressteilnehmern die Komplexität der Materie sehr gut vermitteln!

Maßgeblich für das Gelingen der Veranstaltung waren hier die namhaften Referenten, die mit ihren Beiträgen Impulse für die nachfolgenden Diskussionen gesetzt haben: sei es der Vortrag von Bundesministers a.D. Christian Schmidt oder vom Europapolitiker Elmar Brok, sei es die Rede des stellvertretenden Bayerischen Ministerpräsidenten a.D. Martin Zeil oder Dr. Stefan Holthoff-Pförtner, Minister für Landes- und Europaangelegenheiten in Nordrhein-Westfalen, sei es der Beitrag vom Ministerialdirigent Karl Wendling, der das Bundeswirtschaftsministerium vertreten hat, oder der Beitrag von Andrée Haack, Leiter Ressort für Wirtschaft und Stadtentwicklung der Stadt Duisburg, die verschiedenen Betrachtungsebenen auf Deutsch-Chinesische Zusammenarbeit waren notwendig, damit sich jeder Teilnehmer ein umfassenderes Bild über die Aktivitäten rund um die Seidenstraße bilden konnte.

Weitere Impulsvorträge sowie Paneldiskussionen von führenden Kompetenzträgern aus Unternehmen und Beratungshäusern beider Länder und moderiert von Ashurst, Deloitte sowie dem Bundesverband Mergers & Acquisitions gem.e.V. füllten die beiden Tage dann inhaltlich aus. Von chinesischer Seite kamen Beiträge unter anderem aus den Häusern Huawei, Alibaba, Shenzen Shentu Investments sowie aus Beratungshäusern, die ihre Spezialisten aus dem „Reich der Mitte“ zu uns abgeordnet hatten. Aufgrund der Bedeutung des Committee on Foreign Investment in the United States (CFIUS) für Cross-Border-M&A gaben Rechtsexperten der Anwaltskanzlei Pillsbury einen Einblick zu diesem Thema. Deutschland war unter anderem vertreten durch Johann Hofmann von der Maschinenfabrik Reinhausen, die für ihr Value Manufacturing-Konzept als erstes hiesiges Unternehmen mit dem ersten Preis für Industrie 4.0 in der Fertigung ausgezeichnet worden war. Einen "Vor-Ort"-Einblick über die Entwicklungen aus der „Belt-and-Road-Initiative“ (BRI) Chinas lieferte Dr. Christoph Hein, der FAZ-Wirtschaftskorrespondent für Asien.

Am ersten Tag bot die M&A-Night auf einem Schiff mit einer Rede des Vorstandsvorsitzenden der Duisburger Hafen AG, Christoph Staake einen schönen Ausklag. Der Standort Duisburg wurde im Vorfeld mit Bedacht für diese Veranstaltung gewählt, da er als Symbol für die deutsch-chinesische Zusammenarbeit steht: dem deutschen Ende der Neuen Seidenstraße mit dem größten europäischen Binnenhafen und dem wichtigsten Umschlagplatz zum Warenaustausch zwischen Deutschland und China.

Die Veranstaltung ging mit ankennenden Worten der Besucher beider Länder zu Ende – und dem Wunsch, dass diese Plattform für den Austausch von Erfahrungen aber auch für offene Aussprache von Problemen, die aus Asymmetrien und den unterschiedlichen Wirtschafts- und Rechtssystemen resultieren, weitergeführt wird. Die Schlüsselbotschaft der Veranstaltung war sicherlich, dass faire Formen der Zusammenarbeit die Wirtschaft beider Länder bereichert und Isolationismus, Abgrenzungen sowie Zollstreitigkeiten für die Weiterentwickklung eher hinderlich sind.

Der Bundesverband Mergers & Acquisitions konnte sich mit dieser neuen Plattform eine bedeutende Rolle als Drehscheibe zwischen den Industrien beider Länder sowie als Brückenfunktion zwischen Wirtschaft und Politik sichern. Die nächste Veranstaltung dieser Serie soll unter Leitung unserer chinesischen Partnerverbände in China stattfinden.

Im Herbst 2020 sehen wir uns dann in Duisburg wieder.

Impressionen von der Veranstaltung

Fotos von Marion Vogel Fotografie

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